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Männer - Bezirksliga B

 

03.03.2013

 
TV Mainzlar - HSG Wettenberg   26:19 (12:11)

 

 
(mos) Der TV Mainzlar hat das Derby gegen die HSG Wettenberg dank einer deutlichen Leistungssteigerung in der Schlussviertelstunde für sich entschieden! Über 45 Minuten konnte der ersatzgeschwächte Gast die Partie offen gestalten! Eine Deckungsumstellung, 2 Zeitstrafen auf Seiten Wettenbergs und endlich eine einem Derby angemessene Einstellung brachten letztlich noch einen überdeutlichen 26:19 (12:11)-Sieg, der um ein paar Tore zu hoch ausfiel.
 

 
Die HSG, im Hinspiel gegen den TVM siegreich, musste aufgrund von Verletzungen und Erkrankungen auf den Einsatz von U21-Spielern verzichten. Torhüter „Gio“ Büttner, der im Hinspiel fast im Alleingang für den Wettenberger Sieg gesorgt hatte, musste sogar im Feld aushelfen.
 
Auf Mainzlarer Seite war die Ausfallliste aber ebenfalls lang. Neben Thomas Gutowski, Markus Fritscher, Thorsten Schlapp und Jannis Althen musste Trainer Marc Steinert kurzfristig auch auf Helge Hessler verzichten, der erkältungsbedingt passen musste.
 

 
Dennoch konnte man 13 Spieler aufbieten und wollte dem Gast durch Tempospiel frühzeitig die Luft nehmen. Zudem wurde auf die zu erwartende Tempoverschleppung der Gäste hingewiesen, dazu auf 1-2 gefährliche Rückraumschützen und auf das gute Zusammenspiel mit dem Kreisläufer.
 
Doch scheinbar schien man alle guten Vorsätze in der Kabine gelassen zu haben.
 
Man spielte für ein Derby viel zu emotionslos, blieb entweder zu passiv, sodass die Rückraumschützen zu leichten Treffern kamen oder man agierte viel zu offen und wenig kompakt, sodass der Kreisläufer alle Freiheiten hatte.
 

 
Bezeichnend, dass die Gäste alle 11 erzielte Treffer von der Kreis- und den Rückraumpositionen erzielte. Die Warnungen wurden gänzlich ignoriert.
 
Und auch das Angriffsspiel des TVM war viel zu statisch! Wenn man mal Tempo hinein bekam, hatte man sofort eine freie Chance; allerdings passierte dies viel zu selten. Einzig Konstantin Sacher konnte mit 4-5 wunderbaren 1:1-Situationen Mainzlar im Spiel halten und war in Halbzeit 1 der einzige Mainzlarer Angreifer in Normalform.
 

 
Auch in Halbzeit 2 änderte sich am laschen Angriffsspiel nichts. Und wenn man sich mal eine freie Chance erarbeiten konnte, wurde sie fahrlässig vergeben.
 
Nach 45 Minuten führte die HSG noch mit 15:16. Nach Lukas Bauers Ausgleich und einer Zeitstrafe gegen die HSG ordnete Trainer Steinert eine „kurze Deckung“ gegen den starken Mittelmann der Gäste an, die Früchte trug. Endlich stand die Defensive auch wesentlich kompakter und ließ nur Würfe von außen und von großer Distanz zu, die sichere Beute eines starken Benni Schmidts wurden.
 

 
Ein Tor von Jens Wagner, 2 Treffer des in dieser Phase bärenstarken Lukas Bauer und einer von Sascha Schmidt sorgten für das 20:16 nach 51 Minuten.
 
Wettenberg war jetzt stehend k.o. und bei 23:17 nach 54 Minuten war die Entscheidung gefallen. Bei TVM ging jetzt alles. Bezeichnend dafür das Traumtor von Jens Wagner, der aus der eigenen Hälfte den Ball über den Wettenberger Torhüter an die Latte setzte. Der Abpraller sprang aber von dessen Körper ins HSG-Netz..die Halle stand Kopf!
 

 
Sascha Schmidt setzte den Schlusspunkt unter eine Partie, die im TVM zwar den verdienten, aber viel zu deutlichen Sieger sah.
 
Die HSG musste letztlich dem dünnen Kader Tribut zollen. Routinier Hardo Schmidt konnte also seinen „Mainzlar-Fluch“ erneut nicht durchbrechen.
 
Der TVM konnte dank einer deutlichen Steigerung in der Schlussphase beide Punkte behalten und baute damit seine beeindruckende Heimserie auf nun acht ungeschlagene Spiele in Folge aus!
 

 
Am kommenden Wochenende gastiert man beim „Angstgegner“ Linden und muss dort ohne Markus Fritscher, Jens Wagner, Helge Hessler und Thorsten Schlapp antreten.
 
Bleibt zu hoffen, dass keine weiteren Hiobsbotschaften im Laufe der Woche hinzu kommen.
 
Eine Leistungssteigerung wird aber ohnehin nötig sein, um den im Abstiegskampf befindlichen Gastgeber besiegen zu können.

 

Bilder: Hans-Werner Weil        

 

 

 

 

 

 

 

 

 
 
   

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